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Glücksgefühle?
Das Gesicht der alten Dame hatte sehr feine Züge und war das einzige, das über die dünne Bettdecke rausschaute. Mit hoher Stimme freute sie sich sehr, dass ich sie in ihrem Zimmer besuchte - sie strahlte wie die Sonne.
Nach dem ersten Stück füllte ich den Raum mit den Tönen eines zweiten Stückes - ohne zu verraten, was ich spielen würde. Fast direkt fing die Dame zu weinen an. Sie brachte ihre dünne Hände von unter der Bettdecke zu ihrem Gesicht, und ‚hielt‘ es selber. Während ich leise weiterspielte, fragte ich sie, ob es für sie in Ordnung ist, und ob ich weiterspielen soll.
Mit den Strahlen der tiefhängenden Sonne im Zimmer und mit der Erlaubnis dieser alten Dame, sie durch eine (wie sich später herausstellte) wunderbare Erinnerung aus ihren jungen Jahren zu begleiten, spielte ich dieses Stück mehrmals hintereinander, bis ich das Gefühl hatte, dass es gut war.
Ein paar Tage später erzählte sie dem pflegenden Personal, dass eine Harfe für sie spielt. Wenige Stunden danach schlief sie friedlich ein.
Erzählung 2
Hinter den Türen